Verlagsgeschichte

Johann A. Kitzler, geboren am 28.9.1894, gründete 1923 zusammen mit seiner Gattin Philomena  den Kitzler Verlag an der Geschäftsstelle Uraniastraße 4, 1010 Wien. Er druckte und vertrieb Zollformulare und –dokumente. Der Kitzler Verlag hat noch heute seine Geschäftsstelle, Verkaufsstelle, Lagerräumlichkeiten, Vertriebsstelle in der Uraniastraße 4.

Johann A. Kitzler unterstützte das Hauptzollamt Wien, in dem er dem Amt die Aufgabe des Druckes und Vertriebes von Formularen abnahm.

Von Anbeginn an wurden Abonnements des Österreichischen Zolltarifs (und begleitend erscheinender Erläuterungen, Erklärungen…) vom Kitzler Verlag verwaltet und vertrieben. Hersteller des Zolltarifs war die Österreichische Staatsdruckerei, der Kitzler Verlag der erste Vertreiber dieses Druckwerkes. Noch heute wird das Abo des Österreichischen Zolltarifs vom Kitzler Verlag (zusammen mit dem Verlag Österreich) verwaltet.

 Johann A. Kitzler führte seinen Verlag bis zu seinem Tod im Jahre 1962, danach seine Witwe Philomena Kitzler. Der Besitz des Verlags ging aufgrund der Kinderlosigkeit der Familie Kitzler über an Dkfm. Christine Stein (geb. Faulhaber), Tochter des späteren Teilhabers Rechtsanwalt Dr. Faulhaber. Heute befindet sich der Verlag im Besitz der Familie Löffler.

 Von ca. 1975 – 2003 hatte der Kitzler Verlag eine Außenstelle in der Schnirchgasse, 1030 Wien, im Gebäude des neu errichteten Zollamtes. Stempelmarken und Formulare wurden verkauft.

2002 wurde aus Verlag J. A. Kitzler die Kitzler Verlag Ges. m .b. H. und seit 1.10.2002 ist MMag. Walter Löffler Geschäftsführer des Kitzler Verlages mit derzeit ca. 15 Mitarbeitern und freien Mitarbeitern. Unter seiner Führung passt der Kitzler Verlag seine Produkte den jeweiligen Erfordernissen der Zeit und Wirtschaft mehr denn je an. Der Kitzler Verlag stand stets im Dienst der österreichischen Exportwirtschaft und versteht sich heute nach wie vor als Servicestelle für die österreichische Wirtschaft und Verbindungsglied zu österreichischen Entscheidungsträgern.

Technologische Entwicklungen, wie die Umstellung des handschriftlich dokumentierten (Waren-)Verkehrs auf elektronische Datenerfassung, wurden vom Kitzler Verlag nicht nur berücksichtigt sondern auch mit gestaltet. Formulare und Druckdokumente wurden und werden für österreichische Unternehmen in der Form angeboten, die nötig und der Zeit entsprechend sind. Heute sind einige Dokumente selbstverständlich auch von der Kitzler Verlag Homepage downloadbar, es gibt eine online-Gefahrgut-Plattform, e-zoll und e-books werden entwickelt.

Das Buchsortiment des Kitzler Verlages wuchs ständig. Begannen die Schriftwerke mit Erläuterungen zum Zolltarif, wird heute Fachliteratur zu Spezialthemen des Transportes, Ladungssicherung, Außenhandel, Steuer, Gefahrguttransport bis hin zu Chemie und juristischen Fragestellungen in verschiedenen Formen angeboten.

In den 90er Jahren wurde die Idee geboren zusätzlich zu den Druckwerken Seminare anzubieten um dem breiten Kundenstamm zusätzlich Hilfestellungen bereitzustellen. Vortragende waren und sind Top-Fachleute aus entscheidungstragenden Stellen in Ministerien, Kammern, Unternehmen, die ihr Fachwissen in erster Linie für den Praktiker in Österreichs Wirtschaft aufbereiten und weiterleiten.

Die Seminare decken die Themenbereiche Zoll, Außenhandel, Steuer, Transport und Gefahrgut ab und dieser Bereich des Verlages ist, nicht zuletzt aufgrund der Bedürfnisse der Unternehmungen nach ständiger Weiterbildung der Mitarbeiter und der komplexen wirtschaftlichen Anforderungen stetig wachsend.

Der Kitzler Verlag entwickelte Österreichs ersten Zoll-Lehrgang, gestaltet Österreichs größten Zoll-Tag, bietet einen Export-Lehrgang und unter vielem anderen die Gefahrgutbeauftragten Grund- und Weiterbildung an.

Mitte der 90er Jahre wurde ebenfalls die Notwendigkeit erkannt Piktogramme, Etiketten, Aufkleber und Formulare für den Gefahrguttransport bereitzustellen und anzubieten.

Der Verlag feiert am 20.6.2018 seinen 95. Geburtstag, blickt auf 95 Jahre erfolgreiches Bestehen, auf erfolgreiche Serviceleistung für die österreichische Wirtschaft, auf erfolgreiches Anbieten von qualifizierter Weiterbildung zurück und wird zuversichtlich auch jegliche künftige Anforderungen meistern.